Bauarbeiten am St. Bernhard-Hospital

Wir bauen für Sie um!

Die Renovierung des St. Bernhard-Hospitals war dringend erforderlich und wird seit Mitte 2017 in die Tat umgesetzt. Geplant ist ein komplett renoviertes Gebäude mit fast 10.000 Quadratmetern bis Ende 2020. Es umfasst 60 Patientenzimmer, eine komplett neue Palliativstation, eine zentrale Notaufnahme und die Errichtung einer neuen Zentralsetrilisation.
Die neuen Zimmer sollen nicht nur Krankenzimmer, sondern auch Räume der Begegnung bieten.
In den Patientenzimmern sind zukünftig modern ausgestattete Badezimmer, Kleiderschränke mit eigenem Safe, Falchbildfernseher und Kühlschränke vorhanden.
Die Kosten für die Renovierungsarbeiten stammen aus Spenden des Fördervereins und zum größten Teil aus Eigenmitteln. Wir entschuldigen uns im Voraus für den Baulärm und wünschen Ihnen gute Besserung!


Interview mit dem Architekten

St. Bernhard-Hospital: Was ist das Besondere an Renovierungsarbeiten in Krankenhäusern?
Bolte: Eine Besonderheit ist in diesem Fall sicherlich, bei laufendem Betrieb einen in die Jahre gekommenen Hospitalbau zu sanieren. Es stellt eine enorme Herausforderung für alle Beteiligten dar, vor allem für die Patienten und die Belegschaft. Wir haben einen straffen Zeitplan einzuhalten, was zwischendurch recht schwer möglich ist. So erinnere ich mich an einen Anruf des Geschäftsführers, Herrn Penner, im vergangenen Winter, als das Blitzeis in einer Nacht für 10 Notfälle sorgte, die auf Zimmer verteilt werden mussten, die eigentlich am kommenden Morgen saniert werden sollten. Dann ist Teamfähigkeit und Flexibilität aller am Bau beteiligten Handwerker sowie auch des Personals vor Ort gefragt und jeder einzelne ist am Ende stolz, wenn alles geklappt hat.

St. Bernhard-Hospital: Welche Leitgedanken verfolgen Sie beim gestalterischen Konzept?
Bolte: Der Gedanke, der von der ersten Entwurfsskizze bis zum Anbringen des letzten Türschildes durch die Sanierungsmaßnahme leitet, ist der an den Menschen selbst, der gepflegt wird und genesen soll sowie derer, die in diesem Hause Dienst tun. Alle sollen sich wohlfühlen und bestenfalls eine positive Stimmung bekommen. Grundsätzlich sollte gestalterisch immer nur ein gewisser zurückhaltender Rahmen umgesetzt werden, der nicht zu bunt und unruhig daher kommt.

St. Bernhard-Hospital: In wieweit beziehen Sie die Funktion des Gebäudes in Ihre Überlegungen mit ein?
Bolte: Um später ein gelungenes Projekt abliefern zu können, ist es notwendig zuvor und während der Sanierung viele Gespräche zu führen, was spätere Arbeitsabläufe des Pflegepersonals und der Ärzteschaft betrifft. Die funktionalen Abläufe haben einen großen Einfluss auch auf gestalterische Aspekte. Beispielhaft zu nennen sind die komplett neu geplanten Dienstbereiche. Die ursprünglichen Dienstzimmer waren komplett räumlich von der jeweiligen Hauptverkehrsfläche, nämlich den Stationsfluren, abgekoppelt. Die Entwursplanung sieht nun jeweils offene „Anlaufpunkte“ sozusagen „im Herzen“ einer jeden Station vor. Spezielle funktionale Abläufe, zugeschnitten auf die tägliche Arbeit des Personals, werden im Bereich dieser neuen „Anlaufpunkte“ nun transparent, zugänglich und in einem dezenten Gestaltungs- und Farbkonzept umgesetzt.