Gefäßchirurgie

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Freitag: 08:00 – 10:00

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Sehr geehrte Patienten,

ich begrüße Sie in unserer neuen Abteilung für Gefäßchirurgie, die der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie angehört.

Folgende Gefäßchirurgische Erkrankungen können die Arterien, die Venen und die Lymphbahnen betreffen:

  • Erweiterungen der Arterien
  • Engstellen und Verschlüsse der Arterien
  • Thrombosen
  • erbliches Krampfaderleiden
  • erbliche Störungen der Lymphbahnen
  • entzündliche Verklebungen der Lymphbahnen
  • Komplikationen der Lymphbahnen nach Operationen
  • Verletzungen am Gefäßsystem
  • Erfordernisse und Erhalt von Dialysezugängen, die von Gefäßchirurgen in enger Zusammenarbeit mit den Dialyseärzten (Nephrologen) ausgeführt werden

Unser Angebot wird nach der klinischen Untersuchung zunächst einmal die Diagnostik der Arterien und der Venen mittels Verschlussdruckmessung (Blutdruckmessung mit gleichzeitigem Ultraschall der Arterien) und der Duplexsonographie (Farb-Ultraschall der Arterien und Venen), sowie im Weiteren gegebenenfalls die Kernspinntomographie der Gefäße oder eine Angiographie durch Punktion entsprechender Gefäßabschnitte umfassen. An die Diagnostik schließt sich die individuelle Therapie an, welche immer so weit wie möglich konservativ durchgeführt werden soll und nur wenn diese nicht ausreicht auch operativ.

Das operative Spektrum beinhaltet:

  • die Wiederherstellung einer freien Durchgängigkeit der Halsschlagader, sowie der Arterien an den Armen und Beinen
  • bei Bedarf die Anlage eines Bypasses
  • die Entfernung erkrankter Krampfaderabschnitte an den Venen
  • die Erstanlage und den Erhalt von Dialysezugängen

Bevorzugte operative Verfahren bei Engstellen und Verschlüssen der Arterien sind derzeit:

  • die Aufdehnung
  • gegebenenfalls die Stabilisierung mit einem Stent
  • im Falle von kurzstreckigen Engstellen an bestimmten Arterienabschnitten kann das Gefäß von diesen befreit werden
  • im Falle langstreckiger Veränderungen die Anlage eines Bypasses – idealer Weise mittels körpereigener Venen

Die Behandlung von Krampfadern geschieht klassischer Weise durch deren Entfernung eingeschlossen des Strippens der oberflächlichen Hauptvene (Entfernung des krankhaften Anteils der Hauptvene). Die Aufgabe des Gefäßchirurgen in der Chirurgie der Dialysezugänge besteht darin, einen sogenannten Shunt (Kurzschlussverbindung) – idealer Weise ebenfalls mittels körpereigener Vene – in der Regel am Unterarm oder in der Ellenbeuge anzulegen und in enger Zusammenarbeit mit den Dialyseärzten im Laufe der Zeit auftretende Funktionsstörungen zu beheben oder alternativ Katheter gestützte Dialysezugänge zu schaffen.

Einen besonderen Platz wird das Diabetische Fußsyndrom einnehmen, welches in der Regel durch neuropathische Störungen (Gefühlsminderung an den Füßen) und/oder durch diabetische Veränderungen der kleinen und mittelgroßen Gefäße hervorgerufen wird. Hier erfolgt die Behandlung in enger Zusammenarbeit mit den Diabetologen. Die Gefäßchirurgie verfolgt eine Wiederherstellung der Durchblutung und gewährleistet eine ausreichende Wundbehandlung. Nur wenn keine andere Wahl bleibt muss eine Amputation durchgeführt werden.

Eine besondere Bedeutung kommt der konservativen Therapie zu. Thrombosen werden mittels Blutverdünnung und Kompression therapiert. Das Lymphödem wird mittels Kompression behandelt, die arterielle Verschlusskrankheit wird bei nur geringen Beschwerden mittels Blutverdünnung und Gehtraining therapiert. Das Krampfaderleidens kann man zunächst mittels Kompression und Bewegung versorgen.

Ihre Gesundheit ist unser höchstes Gut. Wir stehen Ihnen jederzeit gerne beratend zur Verfügung und freuen uns auf Ihren Besuch. Sollte es einmal zu einer Notfallsituation wie einer plötzlich kalt werdenden Hand oder einem plötzlich kalt werdenden Fuß kommen sind wir auch außerhalb der Sprechzeiten jederzeit gerne für Sie da.