140 JAHRE ST. BERNHARD-HOSPITAL

St. Bernhard-Hospital

Seit der Gründung des St. Bernhard-Hospitals am 01. November 1880 setzen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für kranke und hilfsbedürftige Menschen in der Wesermarsch und darüber hinaus ein.

Das St. Bernhard-Hospital Brake bietet seit 140 Jahren medizinische und pflegerische Versorgung auf höchstem Niveau. „Die Bevölkerung in der Wesermarsch hat über die vergangenen Jahrzehnte unserem Haus und seinen Mitarbeitern ein besonderes Vertrauen entgegengebracht und uns eine erhebliche Weiterentwicklung ermöglicht“, stellt Geschäftsführer Ingo Penner heraus. „Am „Geburtstag“ unseres Krankenhauses bedanken wir uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die dies getragen haben und sich täglich rund um die Uhr für unsere Patienten einsetzen“, führt Ingo Penner fort.

Von der Gründung bis heute

Kaplan Bernhard Pille kommt 1878 zur „Missionsgründung“ nach Brake. Von Anfang an hat der Kaplan „drei Punkte ins Auge gefasst: Bau einer Kapelle, Einrichtung eines Krankenhauses und einer Schule“, die er dem Offizialat in Vechta am 27. August 1879 vortrug. Zu diesem Zeitpunkt gab es in Brake noch kein Krankenhaus.

Ein Jahr später gelang es dem energischen Kaplan Pille, zwei Ordensschwestern nach Brake zu holen und somit den Grundstein für das St. Bernhard-Hospital zu legen. Schon am 05. August 1880 konnte Kaplan Pille dem Bischöflichen Offizialat in Vechta schreiben: ,,beehrt sich der Unterzeichnete gehorsamst mitzuteilen, dass am 31. Juli für Hospitalzwecke um den Preis von 14 250 Mark ein zweistöckiges Haus ist erworben worden, welches am 1. November des Jahres seiner Bestimmung wird übergeben werden”. Das Haus erhielt von Anfang an den Vornamen des Kaplan Pille – St. „Bernhard“-Hospital. Sechs Jahre später verfügte das Krankenhaus über 18 Betten.

1901 schrieb der Nachfolger von Kaplan Bernhard Pille, Kaplan Rosenbaum: „es war bereits seit einigen Jahren hin und wieder fast notwendig, Kranke wegen Raummangel abzuweisen, die ins St.-Bernhard-Hospital aufgenommen zu werden wünschten.” Kurze Zeit später konnte ein zweistöckiges Haus erbaut werden. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges kam der große Flüchtlingsstrom auch nach Brake. Alle Krankenzimmer waren belegt, so dass 1952 ein neuer Bettentrakt entstand.

1959 wurde die chirurgische Fachabteilung in Brake etabliert. Der erste Chefarzt dieser Abteilung war Dr. med. Heinrich Kruse. Hiermit war es möglich die gesamte Bauchchirurgie sowie auch größere Eingriffe der Unfallchirurgie in Brake durchzuführen. Die Innere Medizin und Gynäkologie waren weiterhin Belegabteilungen im Krankenhaus.

Anschließend wurden weitere Neu- und Umbaumaßnahmen, Sanierungen und Ergänzungen im medizinischen Bereich geschaffen. Diese Maßnahmen waren erforderlich, weil durch die Erweiterung der Leistungen Krankenzimmer benötigt wurden und dringend erforderliche Behandlungszimmer zur Verfügung gestellt werden mussten.

Die 70er waren für das Krankenhaus ereignisreiche Jahre. Die Innere Medizin wurde zur festen Abteilung des St. Bernhard-Hospitals und die Gynäkologie wurde geschlossen. In der Chirurgie wurden weitere Fachärzte eingestellt und die ersten Hüftgelenksprothesen wurden eingesetzt. Durch die zusätzliche Abteilung musste die Bettenkapazität erweitert und ein Anbau errichtet werden.

Zu Beginn des nächsten Jahrzehnts wurde die interdisziplinäre Intensivstation in Betrieb genommen, wodurch eine kontinuierliche Überwachung der Patienten ermöglicht wurde. 1984 wurde nach erfolgreichen Kooperationsgesprächen der Entschluss gefasst, das Kreiskrankenhaus und das St. Bernhard-Hospital zusammenzuschließen und unter der Trägerschaft des St. Bernhard-Hospitals weiterzuführen.
Zwei Jahre später wurde der Grundstein auf dem Gelände des ehemaligen Kreiskrankenhauses für den Neubau des St. Bernhard-Hospitals gelegt. Im Mai 1991 fand die Einweihung des neuen Krankenhauses statt.



Heute, 140 Jahre später, verfügt das St. Bernhard-Hospital über 103 Planbetten mit über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und versorgt jährlich mehr als 30.000 Patienten. Die medizinischen Abteilungen setzen sich aus Kardiologie und Angiologie, Hämatologie und internistische Onkologie, Gastroenterologie, Anästhesiologie und Intensivmedizin, Allgemein- Viszeral- und Gefäßchirurgie sowie Unfallchirurgie und Orthopädie zusammen.
Zusätzlich schließt sich dem St. Bernhard-Hospital ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) mit 5 Praxen an. Zu dem MVZ gehören eine chirurgische, kardiologische, gastroenterologische, onkologische und eine HNO-Praxis.

Zukunft

Alle gemeinsam haben das St. Bernhard-Hospital zu dem gemacht, was es ist: Ein wichtiger Baustein im regionalen Gesundheitswesen.
Um auch in Zukunft ein zuverlässiger Partner des regionalen Gesundheitswesens sein zu können, hat das St. Bernhard-Hospital einen Förderantrag beim Sozialministerium gestellt. Der Krankenhausplanungsausschuss in Hannover hat passend zum Jubiläum grünes Licht für den Umbau und die Erweiterung des St. Bernhard-Hospitals gegeben. Dies sichert die wohnortnahe Versorgung und steigert die Lebensqualität der Bürger und Bürgerinnen der Wesermarsch sowie die Attraktivität des gesamten Landkreises.